3D Drucker im Eigenbau

Schon längere Zeit tragen wir das Thema “3D Drucker” mit uns rum. Und vor etwa 4 Monaten wollten wir dann auch konkret mit einem eigenen 3D Drucker starten.

3D Drucker? Was ist denn das überhaupt?

Einfach gesagt, erlaubt es ein 3D Drucker, Objekte auszudrucken, respektive herzustellen. Dabei gibt es verschiedene Verfahren und Materialien. Die häufigsten und gebräuchlichsten Verfahren sind:

  • Plastik kann erhitzt, durch eine Düse gedrückt und Schicht um Schicht aufgetragen werden
  • Metallpulver kann “verleimt” und dann erhitzt werden
  • Pulver oder Flüssigkeit kann mit einem Laser verhärtet werden

Von den Materialen her kann vieles eingesetzt werden: Plastik, Metall, Porzellan – aber auch ausgefallene Dinge wie Schokolade oder Käse. Auf Youtube finden sich viele verschiedene Videos von 3D Druckern (z.B. hier).

Welcher Drucker eignet sich für uns?

Es gibt eine Vielzahl von Herstellungsmethoden und Modellen und die Frage war für uns: Womit können wir erste Erfahrungen sammeln, ohne ein Vermögen auszugeben. Wir sind dabei unter anderem auf den RepRap gestossen, einen 3D Drucker, welcher sich selber replizieren kann. Schliesslich fanden wir den Ultimaker, eine Weiterentwicklung des RepRap, welche sehr schnell drucken kann, nämlich bis zu 40cm/sec! Der Ultimaker kann Plastik (ABS und PLA) drucken, ist ziemlich handlich, kann bis zu 20x20x20cm grosse Objekte drucken und ist seit kurzem als Selbstbaukit erhältlich. Perfekt für unsere Zwecke!

Glücklicherweise startete etwa zu dieser Zeit ein Workshop im FabLab Luzern, wo eben dieser Ultimaker gebaut werden würde. In diesem Beitrag sieht man, wie die Drucker dabei entstanden. Wer sich für die Details zum Zusammenbau interessiert, findet die Bauanleitung hier.

Fazit

Der Zusammenbau des Ultimakers ist zwar gut dokumentiert. Aber trotzdem waren wir bei einigen Schritten und Details froh, andere Ultimaker-Bauer um uns herum zu haben. Der Aufwand für den Zusammenbau inkl. Elektronik betrug etwa 4 Arbeitstage.

Danach sollte man eigentlich eigene Objekte drucken können – doch in der Praxis ist’s dann noch nicht ganz so einfach. Mehr dazu in einem späteren Blog-Eintrag.

Druckkopf des Ultimakers

5 Kommentare zu “3D Drucker im Eigenbau”

  1. Lukas Bieri

    Guten Tag Herr Berger
    Mein Name ist Lukas Bieri und ich bin 15 Jahre alt.
    Ich komme aus Bern und hatte das Glück, das FabLab Luzern bereits drei mal besuchen zu können. Da aber leider Luzern doch relativ weit weg und eine Zugfahrt für mich teuer ist, habe ich Roman Jurt gefragt, ob es nicht jemanden mit einem 3D-Drucker in Bern -und Umgebung gäbe. Er schrieb mir Ihren Namen und diese Homepage auf und meinte, ich solle nachfragen, ob ich eventuell bei Ihnen zwei -bis dreimal etwas drucken dürfe. Natürlich würde ich für das Druckmaterial aufkommen, allerdings ist mein Budget sonst etwas knapp, weshalb ich nicht weiss, ob ich sonst noch viel bezahlen könnte…
    Bitte kontaktieren Sie mich doch einfach per mail:
    luk96@gmx.ch
    Ich danke Ihnen schon im Vorraus!
    Mit freundlichen Grüssen Lukas Bieri

  2. Adrian Hirt

    Guten Abend

    Ich habe da eine Frage: Kann man bei Ihnen immer noch etwas in 3D ausdrucken lassen? Wenn ja, welches Dateiformat sollte das 3D Modell haben? Ich möchte nämlich gerne eine Headcrab aus Half Life 2 als 3D Modell für mich und einen Freund von mir machen :D

    Natürlich würde ich für das Material aufkommen und wenn Sie das wünschen, einen Aufwandsbeitrag leisten.

    Mit freundlichen Grüssen

    Adrian Hirt

    P.S. Haben Sie ihr FabLab eigentlich schon eröffnet? Wäre cool, so etwas in der Stadt Bern zu haben, 3D Drucker haben mich immer schon fasziniert, doch leider sagt mein Budget zum Kauf eines Druckers nein ;)

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