SBB - Schliessfächer

Kundenbedürfnis

In der Schweiz betreibt die SBB an rund 90 Bahnhöfen Schliessfachanlagen. Aktuell werden an 18 grösseren, touristischen Standorten die blauen Anlagen durch neue Modelle ersetzt. Die neuen Schliessfachanlagen dienen der klassischen Gepäckeinstellung und decken das vorhandene Kundenbedürfnis an grösseren Bahnhöfen. Für die übrigen 72 kleineren Standorte möchte die SBB prüfen, ob eine ökologische Modernisierung der Anlagen im Sinne eines Upcyclings umsetzbar ist. Die Hardware der Schliessfächer ist langlebig, aber das Modell in der aktuellen Form entspricht nicht mehr dem vorhandenen Kundenbedürfnis. Die Bezahlung ist ausschliesslich via Münzen möglich und die Fächer lassen sich nur mit einem physischen Schlüssel öffnen. Mit einem Upcycling der blauen Schliessfachanlage könnten über die Anlage künftig mehr Services für Pendlerinnen und Pendler angeboten werden.

Entwicklung der Lösung

Upcycling durch Anbindung der Schliessfächer an eine Software. Die Boxen lassen sich neu via Web-Applikation öffnen und schliessen. Die Anbindung an die Software ermöglicht es, die Schliessfächer nicht nur für den Service der Gepäckeinstellung, sondern auch für andere Services zu nutzen, wie z.B. Abholung oder Retournierung von Paketen/Waren oder Services rund um das Thema «Sharing». Über die Web-Applikation lassen sich auch andere Zahlungsmittel einbinden. Im Smart City Lab Basel wurden dafür erste Tests mit der umgebauten Anlage durchgeführt. Damit sollte die Idee laufend weiterentwickelt und für einen möglichen Einsatz an SBB Bahnhöfen getestet werden. Das Pilotprojekt konnte 2020 im Areal Wolf in Basel über mehrere Monate hinweg getestet werden. Dabei konnte neben dem Gepäck einstellen auch Essen aus der Kantine 222 in die Anlage geliefert werden lassen. Das Interface ist unter Startseite einsehbar.

Vorteile für den Kunden

  • Umgebaute Hardware konnte auf ihre Funktionalität und auf ihre Wetterresistenz getestet werden.
  • Erkenntnisse zur Web-Applikation hinsichtlich Usability wurden gesammelt.
  • Neue Geschäftsmodelle wurden auf ihre technische Machbarkeit getestet.
  • Schnelles Testen der Kundenakzeptanz durch sehr kurze Time-to-Market.
  • Kostengünstige Prototypenentwicklung

Verwendete Technologien

Backend: Python, Django, Postfinance-Anbindung
Frontend: HTML, CSS
Hardware: Arduino, dedizierte Schliess-Systeme, LTE-Router, Lasercutter, Folienschneider
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