SBB - Schliessfächer
Schweizerische Bundesbahnen
Bestehende Infrastruktur neu gedacht
An rund 90 Bahnhöfen in der Schweiz betreibt die SBB Schliessfachanlagen für die Gepäckaufbewahrung. Während an grösseren Standorten neue Anlagen zum Einsatz kommen, sollte für kleinere Bahnhöfe geprüft werden, ob sich die bestehenden Systeme ressourcenschonend modernisieren lassen.
Das Ziel war es, die vorhandenen Schliessfächer durch Upcycling digital aufzuwerten und gleichzeitig neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen. Dafür wurden bestehende Anlagen technisch erweitert und an eine Software angebunden. Die Fächer lassen sich seither über eine Web-Applikation öffnen und schliessen, auch die Bezahlung erfolgt direkt über das Smartphone.
Nach einem ersten Pilotbetrieb im
Smart City Lab in Basel
wurde die Lösung an den Bahnhöfen Burgdorf und Stadelhofen eingesetzt. Neben der klassischen Gepäckaufbewahrung schafft die digitale Infrastruktur die
Grundlage für weitere Services wie Paketabholung, Retouren oder Sharing-Angebote.


Unsere Rolle
Wir begleiteten die Entwicklung von der ersten Idee bis zum Praxistest der modernisierten Schliessfachanlagen:
- Technische Aufrüstung der bestehenden Schliessfachsysteme
- Entwicklung der Web-Applikation für Bedienung und Bezahlung
- Anbindung der einzelnen Fächer an die digitale Infrastruktur
- Entwicklung und Integration der benötigten Hardware
- Aufbau und Betrieb von Pilotanlagen
- Tests hinsichtlich Funktionalität, Usability und Wetterresistenz
- Prüfung neuer Nutzungsmöglichkeiten und Geschäftsmodelle
Nachhaltigkeit mit messbarer Wirkung:
Das Upcycling der bestehenden Anlagen reduziert Umweltbelastung, CO₂-Fussabdruck und Energieaufwand gegenüber einer Neubeschaffung um rund 80 Prozent.
Damit verbindet die Lösung ökologische Vorteile mit einer wirtschaftlich attraktiven Modernisierung bestehender Infrastruktur. Das Projekt wurde für den
Green Business Award nominiert.
Mehrwert für SBB
- Bestehende Infrastruktur weiter nutzen: Die vorhandenen Anlagen werden modernisiert statt vollständig ersetzt.
- Neue digitale Services: Die Schliessfächer lassen sich flexibel für zusätzliche Angebote und Geschäftsmodelle einsetzen.
- Schnelle Praxistests: Kundenakzeptanz, Usability und technische Machbarkeit konnten früh unter realen Bedingungen geprüft werden.
- Ressourcenschonende Lösung: Deutlich geringere Umweltbelastung gegenüber einer Neubeschaffung.
- Kosteneffiziente Entwicklung: Bestehende Hardware wird durch gezielte technische Erweiterungen digitalisiert.
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Kundenstimme zum Projekt
"Die Erfahrung von 89grad im Bereich IoT ist echt beeindruckend. Sie fügen die Teile zuverlässig zusammen und haben dabei immer die Kunden im Blick. Am Ende haben wir eine Lösung bekommen, die uns und unsere Kunden voll überzeugt."
Tomi Viiala,
Co-CEO
